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Forschungsprojekt zum Kavernenmonitoring auf Copernicus-Forum vorgestellt

Wie können Satellitendaten Kommunen dabei unterstützen, ein besseres Verständnis von Gewässern im Stadtgebiet und von der Instandhaltung der Abwassersysteme zu erhalten?

Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich ein Beitrag unserer Forschungskooperation auf dem Nationalen Forum für Fernerkundung und Copernicus 2026, das vom 28. bis 30. April 2026 in Darmstadt stattfand.

Im Rahmen der Session „Copernicus für Kommunen: Kosten sparen und Wirtschaftlichkeit steigern“ präsentierten die Projektpartner den Vortrag „Inwertsetzung eines Kavernenmonitorings für die kommunale Nutzung“.
Der Beitrag stellte aktuelle Ergebnisse aus der Forschungskooperation „Geomonitoring zur Inwertsetzung im Gebäude- und Infrastrukturmanagement“ vor, an der die Stadt Gronau, die Bürgerinitiative Kavernenfeld Epe e.V., das Forschungszentrum Nachbergbau (THGA), die Firma EFTAS beteiligt sind.

Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Verknüpfung von Satellitendaten des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus mit kommunalen Geodaten und Vor-Ort-Messungen. Für das Monitoring des Kavernenfeldes Epe werden insbesondere Daten der Sentinel-1-Satelliten genutzt, um Bodenbewegungen hochauflösend und über lange Zeiträume hinweg zu analysieren.

Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass sich durch die Kombination verschiedener Datenquellen ein deutlich tieferes Verständnis der Prozesse im Untergrund entwickeln lässt. Mithilfe moderner eSBAS-Methoden konnten räumliche und zeitliche Veränderungen der Bodenbewegungen detailliert untersucht und das bergbaulich induzierte Hochwasserrisiko abgeleitet werden.

Ein wesentliches Ergebnis der Forschungsarbeiten ist, dass die Interpretation der Satellitendaten nur durch die Einbindung weiterer Informationen, wie zum Beispiel zu Niederschlägen oder hydrogeologischen Gegebenheiten, zuverlässig möglich ist. Dadurch entstehen wissenschaftliche Erkenntnisse, die deutlich über die bisher öffentlich verfügbaren Geodatendienste hinausgehen.

Die gewonnenen Erkenntnisse unterstützen die Stadt Gronau bei zukünftigen Planungen im Gewässermanagement sowie bei der Instandhaltung ihrer Entwässerungs- und Abwassersysteme. Gleichzeitig zeigt das Projekt beispielhaft, wie Copernicus-Daten einen konkreten Mehrwert für Kommunen schaffen können.

Besonders hervorzuheben ist zudem die enge Einbindung der Öffentlichkeit. Das Projekt wird durch einen hohen Grad an Transparenz, Bürgerbeteiligung und die Einbindung der Euregio Gesamtschule begleitet, um Forschungsergebnisse nachvollziehbar und zugänglich zu machen.

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